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Grüner Tee, Weißer-Tee, Oolong-Tee und der Schwarze-Tee werden aus den Blättern der Camellia Teepflanze hergestellt, der Thea Sinensis und der Thea-Assamica. Eine den Kamelien verwandte immergrüne Pflanze. Heute wird weltweit überwiegend deren Kreuzungen, die Assam-Hybriden angebaut.

Der qualitative und geschmackliche Unterschied entsteht durch die Anbau-, und Verarbeitungsbedingung. Das Anbaugebiet, die Höhenlage, das Klima, der Planzentyp und die Sorgfalt bei der Pfückung und Verarbeitung der Teeblätter beeinflussen den Geschmack und Charakter einer Teesorte..

Für die gehobene Teequalität werden die zwei jüngsten Blätter und die Blattsprosse ( Tip ) von Hand geerntet. Die Weltproduktion von hochwertigem Blatt-Tee ist gering und viel davon ist für den deutschen Teemarkt bestimmt.

In China, Formosa und Japan werden die Teeblätter vor allem zu Grünem Tee verarbeitet, überwiegend für den Eigenkonsum. In Assam, Südindien, Sri-Lanka, Indonesien und Afrika wird überwiegend schwarzer Broken-Tee und CTC-Fanning produziert

Durch die zunehmende Automatisierung auf den Teeplantagen wird der größte Teil der Weltproduktion als Broken-Tee hergestellt. Das sind maschinell zerkleinerte Blätter wie Broken, Fannings und Dust-Tea für die Teebeutel-Produktion.Dabei werden, vor allem in den tieferen Lagen, auch Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger zur Ertrags-Steigerung eingesetzt. Die Rückstandsmengen der Pflanzenschutzmittel sind jedoch im Vergleich von Tee zu anderen Lebensmittel sehr gering und sind auch wenig wasserlöslich.

Bei hochwertigen, mit Sorgfalt produzierten Teesorten wurden bei den zahlreichen Untersuchungen, die der Deutsche Teehandel unternimmt, nur selten Rückstände festgestellt.

Im nordindischen Darjeeling-Teeanbaugebiet wird der größte Teil der Tee-Ernte als Blatt-Tee von hoher Qualität hergestellt und, bedingt durch die Höhenlage kann auf den Einsatz von Pestiziden weitgehend verzichtet werden.

 

 

Thea-sinensis

Thea-sinensis - der Chinatee, wurde vor ca. 5000 Jahren in China, wahrscheinlich in Yunnan entdeckt.Diese Pflanze hat kleine, zarte Blätter, wächst langsam und verträgt leichten Frost.Die Blätter enthalten weniger Gerbstoffe und entwickeln ein feines blumiges Aroma.

Thea-sinensis wird für den Grünen Tee und für den hochwertigen Darjeeling-Tee in den nördlicheren Hochlagen angebaut.

 
Thea-assamica

Thea-assamica -der Tee aus Assam. Vor ca. 150 Jahren wurden im nordindischen Assam, wildwachsende Teesträucher entdeckt.

Diese Pflanze hat größere Blätter und ein stärkeres Wachstum, verträgt keinen Frost und braucht hohe Niederschlagsmengen. Der Tee aus dieser Pflanze hat viel Kraft und ist ergiebig

 

Die Herstellung von Schwarzem Tee
Die klassische 'orthodoxe' Verarbeitung vom grünem Blatt zum Schwarzem Tee
 
Pflücken

Die sorgfältige Auslese der drei jüngsten Teeblätter am Teebusch ist überwiegend die Handarbeit der Frauen im Teegarten.

Bei der Feinpflückung werden für 100g Tee ca. 700 Blätter vom Assam-Tee und bis 2000 Blättchen mit Blattsprossen von der Sinensis-Pflanze gepflückt.

Nach dem Pflücken wird die Ernte jeder Pflückerin gewogen, und die Teeblätter auf dem schnellsten Weg, oft noch vor dem Mittag, zur Weiterverarbeitung in die Tee-Fabrik gebracht.

 

 

Welken
 

Die Verarbeitung der Blätter begint mit dem Welken Um die Blätter für das Rollen geschmeidiger zu machen, werden die grünen Teeblätter auf langen Drahtgitter-Trögen ausgebreitet und zum Teil mit Ventilatoren für 8 bis 12 Stunden belüftet

 
Rollen
 

Nach dem Welken im oberen Gebäudeteil fallen die Teeblätter durch einen Schacht direkt zum Rollen in die Rollmaschinen im unteren Stockwerk. Durch das Rollen werden die Zellwände der gewelkten Teeblätter aufgebrochen und der Zellsaft kann sich mit dem Sauerstoff der Luft verbinden.

Eine Fermentation oder oxydativer Gärungprozess beginnt. Durch die Fermentation entwickelt sich bei Schwarzem Tee der typische Geschmack und die goldgelbe bis rotbraune Farbe

 
Fermentieren
 

Die gerollten Teeblätter werden in den Fermentationsräumen auf großen Wannen ca. 10 cm hoch ausgebreitet. Die Fermentation dauert ca. 2 bis 3 Stunden, dabei färbt sich das Blatt kupferrot und entwickelt das feine Teearoma. Der Teamaker prüft laufend die Aromaentwicklung während der Fermentation, denn davon hängt im hohen Maße die Qualität des fertigen Tees ab.

Durch die Fermentation entstehen aus den im Teeblatt enthaltenen Catechinen die Theaflavine und Thearubigine, das zu der rotbraunen Färbung führt. Bei den Catechinen und Theaflavine wurde z.B. eine antioxidativer Wirkung festgestellt.

 
Trocknen
 

Wenn der optimale Fermentationsgrad erreicht ist, kommt das Blatt zum Trocknen bei ca. 85°C in den Heißluftofen. Der am Teeblatt angetrocknete Zellsaft wird beim Aufgießen wieder gelöst und ist als kupferrotes oder goldbraunes, köstliches Getränk in der Tasse.

 
Sortieren
 

Nach der Trocknung folgt das Sortieren der Teeblätter über mechanische Rüttelsiebe. Dabei werden die verschiedenen Blattgrößen, der Brokentee und kleinste Blatt-Teilchen ( Bruch ) getrennt. Bei Spitzenqualitäten folgt noch eine Handauslese von Stengel und Bruch.

Jeder Blattgrade einer Produktion wird gewogen und in mit Papier und Folie ausgeschlagenen Holzkisten, in Säcke oder Kartons, mit einem Gewicht von 5 kg bis zu 50kg verpackt.

 

Von jederm Produktions-Durchgang ( Invoices ) und deren Aussiebung wird ein Muster an die Tee-Auktionshäuser, Importfirmen und Teehändler in alle Welt verschickt.

 
Blattgrade von Schwarzem Tee
 
Blattgrade-Kürzel
Blattgrade von Blatt-Tee
 
Die Aussiebungen werden als Blattgrade bezeichnet. Im ganzen Blatt bleiben die aromatischen Inhaltstoffe besser erhalten.
 
 
OP
Orange - bedeutet königlich/edel =
OP - Orange Pekoe
Pekoe - kommt von weißer Flaum =
FOP - Flowery Orange Pekoe
Flowery - steht für blumige Tees =
GFOP - Golden Flowery Orange Pekoe
Golden - Tee mit Goldspitzen-Anteil/Tips =
TGFOP - Tippy Golden Flowery Orange P.
Tippy - bezeichnet Tees mit hohem Anteil der jungen Blatt-Knospen =‘ Tip ’ . =

FTGFOP -Fine Tippy Golden Flowery O. P.

>Tip< = Blätter die durch den geringeren Gerbstoffgehalt heller oxydieren oder durch die weißen Flaumhaare silbern schimmern    
     
   
Blattgrade von Broken-Tee  
Broken - zerbrochene Blätter. Broken-Tee ist zu erkennen am - B - in der Buchstaben Angabe.
 
 
GBOP
Brokentee ist durch die vielen Bruchtstellen ergiebiger und kräftiger, mit dunklerem Aufguß =
BOP - Broken Orange Pekoe
Broken-Tee hat meistens weniger Aroma-Feinheiten ( Flavour) da die Kraft im Geschmack überwiegt. =
GBOP - Golden Broken Orange Pekoe
CTC-ist die moderne Herstellungssart für Broken, Fannigs und Dust-Tea, die überwiegend für Teebeutel hergestellt werden. =
CTC - Crushing-Tearing-Curling
Bei der CTC-Produktion wird das Teeblatt maschinell zerhackt und auf einem Förderband gerollt und fermentiert.  
 
CTC
     
 
Tee aromatisiert

In China wird schon seit ca.800 Jahren, Tee mit Blüten z.B. Jasmintee, oder mit Rauch aromatisiert.
Die Sorte Earl Grey, dem das Öl der sizilianischen Bergamotte-Frucht beigefügt wird, war in Europa lange Zeit der einzige Tee mit zugfügtem Aroma. Eine Rezeptur des englischen Adeligen Sir Grey ''Earl of Fallodon''

Zur Herstellung von aromatisiertem Tee werden nur natürliche und naturidentische Aromen verwendet die der deutschen Essenzenverordnung entsprechen. Künstliche Aromen sind nicht zulässig !
Natürliche Aromen werden eingesetzt wenn der Geschmack einen spezifischen Charakter aufweist und sie in entsprechender Menge dem Tee, ohne der Blattstruktur zu schaden, beigefügt werden kann.
Naturidentische Aromen werden dann eingesetzt wenn das natürliche Aroma in der Intensität zu schwach ist oder keine gute Haltbarkeit aufweist. Oft sind es auch Mischungen der beiden Aromagruppen. Der Geschmack von aromatisiertem-Tee ist abhängig von der Aroma-Qualität und der passenden Basistee-Mischung.

 

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